Mit dem Ende des Augusts diesen Jahres konnten wir uns nicht nur vom Sommer verabschieden, sondern auch von Basic Auth in Twitter, einer Methode um sich als Nutzer zu identifizieren.
Basic Auth wurde durch OAuth abgelöst, warum genau ist hier nicht weiter interessant, interessant ist nämlich was mit der Software geschieht, die bis zum ersten September nicht auf OAuth aktualisiert wurde: sie funktioniert einfach nicht mehr.
So geschehen mit dem schlanken und grundsätzlich auch einigermaßen großartigen Twitter-Client Pino, der im AUR zu Hause ist und bereits eine langsame aber stetige Entwicklung hinter sich hat. Die Version 0.3 (mit OAuth-Unterstützung!) ist seit einiger Zeit angekündigt, es gibt auch schon einige Screenshots, aber greifbar ist noch nichts. Dumm nur, dass der erste September nun schon vorbei ist, und alle Pino-Nutzer dumm dastehen.
Dazu fiel mir ein Programmierparadigma wieder ein, nämlich »release early, release 0ften«. Wenn die aktuellste Version von Pino verfügbar wäre, könnte man entweder sehen, dass sie bereits mit OAuth schön funktioniert und vielleicht noch ein paar Fehler drin sind – oder dass von hinten bis vorne nichts klappt. Auf jeden Fall könnte die Intelligenz der Masse benutzt werden, um das Problem zu lösen. Hier bleibt nichts anderes übrig als zu warten was als nächstes passiert.
Update: Wenn man sich über http://www.supertweet.net/ anmeldet und deren Seite als Proxy in Pino angibt, kann man das Problem bis zur Aktualisierung umgehen. Ist zwar nicht schön, aber klappt einwandfrei. » Zu den Kommentaren »
Ganz kurz und ein bisschen Cpt. Obvious:
Tiny Tiny RSS lässt sich genauso wie Google Wave in Thunderbird einbauen, man muss folgenden Code in der Error-Konsole (»Tools/Error Console«) ausführen, natürlich noch die eigene URL einfügen:
Components.classes['@mozilla.org/appshell/window-mediator;1'].getService(Components.interfaces.nsIWindowMediator).getMostRecentWindow("mail:3pane").document.getElementById("tabmail").openTab("contentTab", {contentPage: "http://example.com"});
via fixmbr » Zu den Kommentaren »
geschrieben von 5in4 am 28.07.10 – Kategorie:
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Tiny Tiny RSSAuf meinem neuen Notebook läuft XMonad und als Loginmanager verwende ich Slim.
Für mein Netzwerk wollte ich den Networkmanager verwenden. Das nm-applet benötigt allerdings den gnome-keyring, welcher mit meiner Konfiguration nicht so richtig will, denn der Networkmanager speicher keine Passwörter. Nach ein paar Tagen mit der Behelfslösung wicd habe ich nochmal gesucht und endlich hier: http://bbs.archlinux.org/viewtopic.php?pid=736320 eine Lösung gefunden:
Changing /usr/share/dbus-1/services/org.gnome.keyring.service to:
[D-BUS Service]
Name=org.freedesktop.secrets
Fixed it for me
Vielleicht hilft es ja jemandem!
geschrieben von dolph am 21.06.10 – Kategorie:
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xmonadGerade eben ist WordPress 3.0 erschienen. Zu den wichtigesten Neuerungen gehören die Multi-Blog-Integration und ein neues Standardtheme.
Damit werde ich mich die Tage auch mal kurz verabschieden, und verschiedene Seiten auf eine Installation zusammenlegen.
Auf jeden Fall bin ich gespannt, was die neue Version im täglichen Einsatz bringen wird, denn WordPress hat mich mit seiner allgemeinen Trägheit doch schon manchmal zur Weißglut gebracht, hat jedoch einige Funktionen, auf die ich nur ungerne verzichten möchte, wie seine Einfachheit für unerfahrenere Benutzer.
Im offiziellen Blogeintrag gibt es nochmal eine Zusammenfassung der Neuerungen, ein kurzes Video und ein Link zum Download.
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geschrieben von 5in4 am 17.06.10 – Kategorie:
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WordPress 3.0,
µ
Seit diesem Semester beschäftige ich mich, bedingt durch die FH, mit Adobe Flex. Für dieses Framework existiert eine Entwicklungsumgebung, welche kostenpflichtig als alleinstehende Software oder als Eclipse-Plugin bezogen werden kann. Das SDK selbst jedoch ist Open Source und kann somit frei benutzt werden (Liegt im AUR unter dem Namen “flex-sdk” vor).
Fehlt also nur noch eine IDE, mit der man das bequem nutzen kann, und hier kommt Netbeans auf den Plan. Netbeans erschien gerade erst in der Version 6.9, dazu gibt es ein Flex-Plugin namens flexbean. Leider ist flexbean noch nicht wirklich auf dem aktuellsten Stand, zur Zeit noch für Netbeans 6.5 entwickelt, zumindest mit Netbeans 6.8 funktioniert es dennoch recht gut.
Hat man das flexbean-Paket runtergeladen und als Plugin unter Netbeans installiert, muss man dem Plugin noch mitteilen, wo die SDK liegt. Dies ist etwas versteckt unter Tools»Flex Platforms. Dort fügt man eine Plattform hinzu, indem man den Pfad zur SDK-Installation angibt (»/opt/flex-sdk«).

Nun kann man ein neues Projekt erstellen und mit dem Programmieren loslegen, und siehe da, es funktioniert! Manchmal bricht das Kompilieren mit einem Fehler ab, obwohl Keiner vorliegt, dann reicht es, den Vorgang nochmal zu starten und es sollte klappen. Auch dauert das Kompilieren gefühlt eine ganze Weile länger als unter Windows. Aber immerhin kommt brauchbare Software raus.

Die fertige Datei hab ich hier nochmal hochgeladen, und hier noch der Code aus dem Beispiel:
<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<mx:Application xmlns:fx="http://ns.adobe.com/mxml/2009" xmlns:mx="library://ns.adobe.com/flex/mx" minWidth="800" minHeight="480">
<mx:Label text="Ein Formular" x="80" y="34" />
<mx:Form x="80" y="53">
<mx:FormItem label="DateChooser1:">
<mx:DateChooser id="dt1"/>
</mx:FormItem>
<mx:FormItem label="DateChooser2:">
<mx:DateChooser id="dt2"/>
</mx:FormItem>
<mx:FormItem>
<mx:Button id="submitButton"
label="Absenden"/>
</mx:FormItem>
</mx:Form>
</mx:Application>
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geschrieben von 5in4 am 16.06.10 – Kategorie:
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Medien,
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Flex,
Flex4,
Linux,
NetbeansIm dritten Teil der Serie »Typische Linuxschriften im Portrait« geht es wie versprochen um Fontmanager. Diese Programme erfüllen den Zweck, große Sammlungen von Schriften übersichtlicher und zugänglicher zu machen, Schriften zu präsentieren, vergleichen und zu deaktivieren. So ein Fontmanager kann die tägliche Arbeit mit Schrift stark vereinfachen und angenehmer machen.
Der Markt in der Linuxwelt ist da recht übersichtlich, meine Recherchen haben ergeben, dass es zur Zeit drei Programme gibt: »Font-Manager«, »Fontmatrix« und »Fonty Python«.
Fonty Python
»Fonty Python« lässt sich bei Archlinux bequem über das AUR installieren, unter Ubuntu Lucid Lynx befindet sich das Programm in universe.

Die grundsätzliche Idee ist es, die Schriften in sogenannten »Pogs« abzulegen, um sie dann an oder abschalten zu können. Dabei muss man alle seine Schriften in einem Ordner auf der Festplatte ablegen oder manuell raussuchen, um sie in Pogs zu packen. Aktiviert man eine Schrift, so wird eine Verknüpfung in das Verzeichnis ~/.fonts gemacht. Kein Wunder also, dass es im folgenden Video nicht funktioniert, denn die Schriften sind großteils über die ~/.fonts.conf deaktiviert. Bedingt durch das Konzept können systemweit installierte Schriften auch nicht deaktiviert werden. Die Oberfläche ist gruselig, so obskur, dass ich es nicht in Worte fassen kann, sondern einen Screencast zur Nutzerführung angefertigt habe.
Fontmatrix
Auch Fontmatrix kommt bei Archlinux problemlos aus dem AUR und unter Ubuntu Lucid Lynx aus den universe-Quellen.

Fontmatrix geht den richtigen Weg und verwaltet aktive Schriften über die ~/.fonts.conf. Leider ist das ziemlich umständlich, unübersichtlich und überhaupt kann ich auch nicht wirklich ein System dahinter erkennen. Das Programm macht irgendetwas und am Ende stehe ich mit drei aktivierten Schriften da.
Dennoch bietet Fontmatrix neben der Kernfunktion noch einige andere Funktionen wie eine sehr gelungene Zusammenfassung der grundsätzlichen Schriftinformationen, eine nette Spielwiese, die Möglichkeit Fonts als Schriftbuch-PDf zu exportieren, einzelne Glyphen zu betrachten und – was wohl wirklich ein Alleinstellungsmerkmal ist – man kann die installierten Schriften klassifizieren lassen.


Font-Manager
»font-manager« kann man natürlich auch über das AUR beziehen, aber man sollte nicht aus versehen das völlig veraltete Paket »fontmanager« installieren, denn damit wird man keine Freude haben. Ubuntunutzer (und alle Anderen mit deb-Paketmanagern) können sich das Programm auf der Projektseite runterladen.
Genau wie »Fonty Python« weicht auch dieses Programm merklich von gewohnten Programmoberflächen ab, was gleichzeitig auch sein größtes Manko ist. Ohne ein genaues Studium der Tooltips bei Erstbenutzung wird man nicht sonderlich weit kommen, hier besteht eindeutig noch starker Verbesserungsbedarf.
Sortiert werden die Schriften in drei Kategorien »All«, »System« und »User«. Wahlweise kann man sich noch Schriften anzeigen lassen, welche in keiner der beiden Unterkategorien sind. Warum sie sich dort nicht befinden ist mir jedoch ein Rätsel.
Selbst organisiert man seine Schriften in Kollektionen, indem man sie von einer Kategorie hineinzieht. Dies funktioniert auch innerhalb von Kollektionen. Hat man sich einmal sortiert, so kann man gewünscht Kollektionen aktivieren oder deaktivieren, was richtigerweise über die ~/.fonts.conf geregelt wird.
Die Zusatzfunktionen sind spartanisch, man kann einen experimentellen Fontbrowser aktiveren und Schriften vergleichen. Für die Zukunft ist eine Schriftenheft-Funktion wie in Fontmatrix geplant.
Fazit
Als eindeutiger Sieger, zumindest für mich, geht »font-manager« aus dem Vergleich hervor, da er relativ einfach zu bedienen ist und vor allem als einziges problemlos funktioniert. Dennoch lohnt es sich immer auch die anderen Programme im Auge zu behalten, vor allem für Benutzer von KDE dürfte Fontmatrix dank QT-Oberfläche nochmal einen Blick mehr wert sein.
Zur Sortierung von Schriften
Hier muss jeder wohl sein eigenes System finden, jedoch hat sich gezeigt, dass man immer einen Standardsatz an Schriften aktiviert haben sollte. Namentlich die »Deja Vu« Familie und die Web-Corefonts, da sonst manche Internetseiten sehr unschön dargestellt werden.
Nachtrag: »Fixed« lohnt sich auch immer aktiviert zu haben, damit sichert man die Unterstützung für asiatische Schriftzeichen.
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OpenTTD ist seit langem schon eines meiner Lieblingsspiele. Das eigentlich recht simple Spielprinzip lässt sich recht stark erweitern, die Pixelgrafik ist zwar nicht jedermanns Sache, ich finde sie jedoch großartig. Dazu läuft die Software noch auf ungefähr jedem System (Linux, Windows, OSX, OS/2, Symbian und ungefähr jeder Toaster), vom Mehrspielermodus gar nicht erst zu reden.

Bis vor kurzem hatte die ganze Sache noch einen mehr als großen Haken: Zum Spielen brauchte man Daten von Transport Tycoon, die Installation war mit ein wenig Fummelei verbunden. Man konnte zwar mit Ersatzgrafiken und ohne Ton spielen, aber die Installation war immer noch umständlich. Bis vor kurzem eben, denn die 1.0 stable rückt näher. Wer die testing-Version (RC 1) benutzen möchte kommt auch jetzt von in den Genuss. OpenTTD liegt in den Quellen vor(»openttd«), danach muss noch »openttd-opengfx« und »openttd-opensfx« installiert werden, und schon kann es losgehen. Heute Nacht kam der RC 2 raus, welcher als Standalone-Programm über die Internetseite von OpenTTD bezogen werden kann.
Edit: Paketnamen verbessert
Update: OpenTTD 1.0 ist erschienen!
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