OpenTTD wird erwachsen

OpenTTD ist seit langem schon eines meiner Lieblingsspiele. Das eigentlich recht simple Spielprinzip lässt sich recht stark erweitern, die Pixelgrafik ist zwar nicht jedermanns Sache, ich finde sie jedoch großartig. Dazu läuft die Software noch auf ungefähr jedem System (Linux, Windows, OSX, OS/2, Symbian und ungefähr jeder Toaster), vom Mehrspielermodus gar nicht erst zu reden.

Bis vor kurzem hatte die ganze Sache noch einen mehr als großen Haken: Zum Spielen brauchte man Daten von Transport Tycoon, die Installation war mit ein wenig Fummelei verbunden. Man konnte zwar mit Ersatzgrafiken und ohne Ton spielen, aber die Installation war immer noch umständlich. Bis vor kurzem eben, denn die 1.0 stable rückt näher. Wer die testing-Version (RC 1) benutzen möchte kommt auch jetzt von in den Genuss. OpenTTD liegt in den Quellen vor(»openttd«), danach muss noch »openttd-opengfx« und »openttd-opensfx« installiert werden, und schon kann es losgehen. Heute Nacht kam der RC 2 raus, welcher als Standalone-Programm über die Internetseite von OpenTTD bezogen werden kann.

Edit: Paketnamen verbessert

Update: OpenTTD 1.0 ist erschienen!

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geschrieben von dseemann am 05.03.10 – Kategorie: Arch Linux, Software – Tags: , , , , ,

Ein Leben mit kostenloser Musik

Momentan befinde ich mich auf einer kleinen Reise und habe doch tatsächlich komplett vergessen Musik mitzunehmen. Ein paar Alben befinden sich auf dem Mobiltelefon, damit kommt man nicht weit…

Um der Situation etwas Gutes abzugewinnen entschloss ich mich zu einem Experiment: Wie gut komme ich damit zurecht nur legal und kostenlos heruntergeladene Musik zu hören. Keine CD-Rips, keine Downloads von Amazon, kein »schau dir das mal an«.

Natürlich ist das kein Dauerzustand, aber ich kann auch mal eine Zeit lang auf meine gewohnte Musik verzichten. Wenn ich alleine bin läuft quasi immer Musik im Hintergrund, kein Radio, sondern Musik die ich mir explizit herausgesucht und für gut befunden habe. Dass man, wenn man viel Musik hört, nicht nur Lieblingslieder in der Bibliothek haben kann ist klar.

Kostenlose Musik zu finden ist nicht das Problem, sie gut zu finden ist doch etwas komplizierter. Viele Künstler sind recht durchschnittlich (das Internet bietet eben eine Plattform für alle), viele machen Musik die mir einfach überhaupt nicht auffällt, und die Meisten treffen den persönlichen Geschmack nicht.

Genug geredet, die komplette Bibliothek in Rhythmbox freigeräumt, wir stehen vor einer lange nicht dagewesenen Leere. Ein paar Interpreten, die in das Raster meiner Spielregeln fallen habe ich schon vorher in meiner Wiedergabeliste gehabt, grasen wir die erstmal wieder ab.

Die ersten Klicks gehen also zu Jamendo (funktioniert eigentlich bei irgend jemanden das Rhythmbox-Plugin, überhaupt?). Eine riesige Fülle an Musik, für den Privatgebrauch in jedem Fall immer komplett kostenlos.

Im letzten Frühsommer habe ich dort einen tollen Interpreten gefunden, Blancheneige (Klezmer-World-Jazz), jetzt habe ich nach einiger Recherche noch Les gosses de la rue (Jazz-Manouche-Swing) für mich entdeckt.

Die Sortierung auf der Seite macht es schwer die Perlen zu finden, man kann sich eigentlich nur über Tag-clouds, Empfehlungen und den Charts orientieren. Es gibt eine Radiofunktion, auf den ersten Blick offenbaren sich nur ein paar Genres, aber es gibt wohl noch mehr…

Neben den beiden Jazzkünstlern habe ich noch churst (Dubstep) und Nybraz (Big Beat) entdeckt. Unter dem Strich findet man dort viel viel viel Musik, aber nach meinem Empfinden ist das Meiste sehr durchschnittlich (besonders im Elektrobereich), alles ist etwas unübersichtlich. Man kann dort geniale Musik finden, muss sich jedoch viel Zeit nehmen. Letztendlich dennoch ein uneingeschränkt zu empfehlendes Angebot mit dem sich jeder Musikinteressierte mal auseinandersetzen sollte.

Die zweite Anlaufstelle ist Last.fm. Seit März 2008 füttere ich die Seite mit Musik, die mir gefällt. Im Gegenzug bekommt man Empfehlungen, was einem sonst noch gefallen könnte. Wenn man diese aufmerksam verfolgt, dann ist ab und zu ein Interpret dabei, der Seine Musik gratis anbietet. Das war bei mir genau einmal der Fall, bei den Gammablitzboys, die ihr komplettes Album früher kostenlos zur Verfügung gestellt haben, was heute leider nicht mehr der Fall ist.

Eine tolle Funktion vom Last.fm ist ein persönlicher RSS-Feed mit kostenlosen Downloads. Dieser ist etwas versteckt (ganz unten rechts bei »Mehr / kostenlose Downloads«), aber kaum gefunden lässt er sich einfach über den Feedreader oder Podcatcher abonnieren und man bekommt in regelmäßigen Abständen neue Musik auf die Platte. Oftmals sind sogar bekannte und populäre Stücke (zumeist als Remix) dabei, oft auch Lieder die man so vielleicht nie angehört hätte. Dieser Feed ist also eine dringende Empfehlung ;).

Freunde elektronischer Musik haben noch die Möglichkeit die Podcasts von einigen Künstlern und Labels zu abonnieren. Oftmals sind bekannte und sonst nur käuflich zu erwerbende Musikstücke enthalten, die Sets haben oft eine Länge von über einer Stunde und sind meist Livemitschnitte, sind oft aber auch extra für den Podcast produziert worden. Als sehr produktiv erweist sich hier John B mit einer manchmal etwas wirren Electro/Drum’n'Bass-Mischung und ganz vielen Trashelementen. Ganz frisch mit erst einer Ausgabe ist der Neosignal-Podcast (Neurofunk/Drum’n'Bass).

Grundsätzlich sollte man sich immer aufmerksam durch das Netz bewegen. Immer wieder stolpert man über Empfehlungen, denen man nachgehen kann. Viele Indie und Folk-Künstler kann man durch die Beiträge vom Spreeblick entdecken, letztens erst The Great Park (Folk). Regelmäßige Besuche bei rhymetorrents.org (Nerdcore) und speziell MC Frontalot (erst recht Nerdcore) lohnen sich auch. Letztendlich kann man nicht alle Quellen auflisten, das Internet ist ja quasi unendlich.

Ein Ersatz?

Nach längerer Recherche habe ich etwa 100 Titel mit einer Gesamtlaufzeit von etwa 10 Stunden gefunden, die mir recht gut gefallen. Gerade in der Anfangszeit hört man also viele Lieder öfters, was mich immer wieder bewegt auf Internetradio umzuschalten. Es gibt viele tolle Interpreten im Netz, die ihre Musik kostenlos hergeben (Danke!), aber letztendlich möchte ich nicht auf »kommerzielle« Musik verzichten. Die Mischung macht es eben aus.

Wenn jemand noch einen tollen Künstler oder eine unverzichtbare Quellen hat, immer her damit! Besonders im Bereich Swing und Big Band bin ich noch auf der Suche. » Zu den Kommentaren »

geschrieben von dseemann am 03.03.10 – Kategorie: Arch Linux, Medien – Tags: , , , , , , , ,

Text to speech mit espeak und mbrola

Text to speech mit freier oder kostenloser Software ist anscheinend immer noch ein etwas düsteres Thema. Vor kurzem habe ich mich damit ein wenig beschäftigt und bin zu einigen Ergebnissen gekommen. Meine Anforderungen waren dabei, dass die Software komplett über Konsole bedienbar sein, aber mir nicht Bildschirminhalte vorlesen können muss.

1. espeak

Grundsätzlich benötigt man nur das Programm »espeak« (aufzufinden im community-Repository) um Text in Sprache umzuwandeln. Die Syntax ist dabei relativ einfach.

espeak -v [Sprache] “Auszugebender Text”

Die zur Verfügung stehenden Sprachen kann man unter /usr/share/espeak-data/voices finden, mit dem Parameter -f kann man espeak auch direkt mit einer Datei füttern. Weitere Parameter lassen sich der Hilfeseite entnehmen.

Das Problem bei espeak ist, dass die zur Verfügung stehenden Sprachen von nicht allzu guter Qualität sind. An dieser Stelle kommt mbrola ins Spiel.

2. mbrola

Mbrola ist ein Programm, welches phonetische Anweisungen in Sprache übersetzen kann. Dies geschieht mit einigen Stimmen relativ gut. Leider kann mbrola nicht direkt mit Text umgehen, dafür kann espeak Text in phonetische Anweisungen übersetzen. Es liegt nahe die beiden Programme aneinander zu binden.

Das Programm liegt unter dem Namen »mbrola« im AUR vor. Dieses, sowie die benötigten Stimmen wie »mbrola-voices-de2« müssen zur Benutzung installiert werden. Achtung 64bit-Nutzer! Im packagebuild muss manuell die Prozessorarchitektur eingetragen werden, was vom Maintainer noch nicht getan wurde. Die Pakete funktionieren dennoch einwandfrei. Leider ist mbrola auch nicht Open-Source, sondern nur Freeware.

Jetzt können wir mbrola mit espeak verbinden, das Ganze wird als *.wav gespeichert, oder wie hier im Beispiel direkt mit aplay abgespielt und wieder gelöscht:

espeak  -v mb-de5 “Auszugebender Satz” | mbrola -e /usr/share/mbrola/de5/de5  – /tmp/mbrola.wav; aplay -q /tmp/mbrola.wav; rm /tmp/mbrola.wav

Espeak verwendet hierfür besondere »Stimmen«, welche man im Ordner /usr/share/espeak-data/voices/mb finden kann. Leider gibt es nicht für jede mbrola-Stimme auch eine Datei, ebenso wie es nicht für jede espeak-Stimme im AUR eine eine mbrola-Stimme gibt. Die beste Erfahrung habe ich mit »de5« gemacht. Insgesamt klingt es etwas holprig, aber im Ganzen nicht mal schlecht.

Die Qualität kann zusätzlich noch verbessert werden, indem man in espeak die Abspielgeschwindigkeit etwas runterdreht (»-s 140«).

Warum nicht »festival« oder »txt2pho«?

Weil es für die reine Ausgabe zu kompliziert ist. Soweit ich es verstanden habe, muss festival für die deutsche Sprachausgabe speziell gepatcht werden und ist etwas kompliziert zu behandeln.

txt2pho liegt nur im AUR vor und hat sich von mir nicht ohne weiteres auf 64bit kompilieren lassen. Wie gesagt, espeak ist für meine Anforderungen zunächst ausreichend.

Und wie geht es weiter?

Im nächsten Schritt versuche ich, dem Computer durch Spracheingabe rudimentär bedienbar zu machen (»Voice Recognition«). Das soll wieder über die Konsole ablaufen und möglichst unkompliziert sein. Mein Ziel ist es lediglich, dass der Computer vordefinierte Befehle aufnehmen und umsetzen kann. Wenn mehr möglich ist, ist das natürlich auch sehr schön. Dazu habe ich bereits die Software »julius« gefunden, was auch über das AUR bezogen werden kann. Die Bedienung scheint jedoch nicht sonderlich trivial zu sein. Hat sich damit vielleicht schon mal jemand auseinandergesetzt?

Des weiteren existiert auch das viel versprechende Projekt »Simon«, was aber mit qt4-Oberfläche und einer nicht unerheblichen Komplexität nichts für meinen Anwendungsfall ist.

Ich würde mich sehr über Anregungen und Meinungen von euch freuen, vielleicht können wir ja mit gemeinsamen Wissen sogar das in dieser Beziehung etwas traurig aussehende Wiki etwas aufpolieren… » Zu den Kommentaren »

geschrieben von dseemann am 16.01.10 – Kategorie: Arch Linux, Software – Tags: , ,

Redesign: Die Browser und das neue CSS

Nach einem Facelift vor einiger Zeit habe ich dieser Seite nun endlich, nach fast einem Jahr, mal ein (zumindest meiner Meinung nach ;) ) vernünftiges, wenn auch konservativeres Design verpasst. Dabei kamen auch einige neue Eigenschaften von CSS3 zum Einsatz, namentlich @font-face, box-shadow und border-radius. An manchen Stellen hat es mich doch verwundert, wie die einzelnen Browser darauf reagieren. Insgesamt kann man die Browser auf ihre Renderingengines runterbrechen:

Gecko

Im aktuellen Firefox 3.5 werden alle neuen Eigenschaften bereits umgesetzt, wobei man box-shadow und border-radius mit dem Präfix »-moz-« ansprechen muss. Die Schrift (Navigation, Überschriften) wird sauber durch den eingebundenen Font ersetzt, Boxen (siehe Kommentare) werfen Schatten, das Hauptfenster ist oben abgerundet. Interessanterweise ist das untere Ende nicht abgerundet, da ein innen liegender Container eine eigene Hintergrundfarbe hat, und die Rundung somit überdeckt. Ein Fehler im Rendering tritt auf, wenn Container mit Rahmen und Abrundung einen Schatten werfen.

Ältere Versionen von Gecko stellen immerhin die abgerundeten Ecken dar.

Firefox scheint ein Problem mit transparenten PNGs und mit »position: fixed;« positionierten Elementen zu haben. Die Geschwindigkeit beim Scrollen ist stark vermindert, es ruckelt und fühlt sich zäh an. Dadurch wirkt alles etwas behäbiger und langsamer.

Webkit

Chromium stellt die Seite fast identisch dar. Das Fontrendering ist wie gewohnt etwas feingliedriger und weicher. Alle drei neuen Effekte werden umgesetzt, dafür ist jedoch ebenso wie bei Gecko das Präfix »-webkit-« nötig.

Der selbe Fehler wie bei Gecko tritt auch hier auf, runde Ecken, Schatten und farbige Rahmen sind keine guten Freunde. Im Gegensatz zum Screenshot beendet meine lokale Installation von Chromium (4.0.249.43) die Seite direkt nach dem Container mit dem Impressum.

Auffällig ist, dass die per »position: absolute;« verschobenen Gravatarbilder in den Kommentarboxen anscheinend Platz im Kopfteil einnehmen, was eigentlich nicht der Fall sein sollte.

Der Fehler aus Firefox mit zu langsamen Scrollen tritt hier nicht auf (eigentlich logisch), der Browser zeigt sich äußerst reaktionsfreudig.

Presto

Opera schneidet in Sachen CSS3 in diesem Fall leider nicht sehr gut ab, keine der drei neuen Technologien wird hier unterstützt. Der selbe »Fehler« mit den Avatarbildern tritt auch hier auf. Bei meiner lokalen Installation (10.10) werden auch noch alle Formatierungen in den Überschriften geschluckt, sodass sie aussehen wie Fließtext. Auch werden manche Buchstaben verschluckt. Gefühlt ist Opera beim Scrollen sogar noch ein wenig schneller und reaktiver als Chromium.

Trident

Erwartungsgemäß wird nichts von den neuen Eigenschaften unterstützt, aber im Bestehenden eigentlich auch nicht viel falsch gemacht. Sogar wirklich alte Versionen wie 4.01 machen bei umsichtiger Gestaltung nichts kapital falsch.

Für Internet Explorer halte ich das für absolut ausreichend, meine Zielgruppe liegt ja auch wo anders. Immerhin versuchen die Entwickler mit der kommenden Version 9 in einigen Bereichen aufzuholen.

Fazit

Kein Browser hat mich total enttäuscht, aber jeder hat seine Macken. Die neuen Funktionen von CSS3 sind toll und können jetzt schon produktiv eingesetzt werden. Die Meinung, dass eine Internetseite auf jedem Ausgabegerät gleich aussehen muss ist nicht umsonst schon länger überholt. Wenn ein Browser heute schon Schatten darstellen kann, dann ist das schön, aber absolut kein Muss. Letztendlich sollte es immer noch auf den Inhalt ankommen.

Anhang: 29 Screenshots unter vielen unterschiedlichen Umgebungen. Danke an browsershots.org!

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geschrieben von dseemann am 10.01.10 – Kategorie: Arch Linux, Software – Tags: , , , , , , , , , ,

Typische Linuxschriften im Portrait ⅠⅠ

Nachdem seit dem ersten Teil des Vergleichs schon wieder einige Zeit vergangen ist, sind nun die Serifen– und Monospaceschriften dran.

Bitstream Vera und Deja Vu

Prinzipiell gilt hier das selbe wie bei den Grotesken, dank dem größeren Zeichensatz und dem etwas besseren Umgang mit Ligaturen in Firefox 3.5 und  geht die Empfehlung wieder an die Deja Vu–Familie. Leider enttäuschen beide Schriften im Umgang mit Ligaturen in OpenOffice 3.1. Ein automatisches Setzen von Ligaturen ist überhaupt nicht zu entdecken. Dennoch gibt sie eine schöne, wenn auch etwas weit laufende, Standardschrift ab.

Linux Libertine

Lange habe ich die Schrift nicht beachtet, war das ein großer Fehler, denn Linux Libertine ist ein wirklich toller Font. Wie der Groteskenbruder recht schmal in der Laufweite und sehr organisch und weich im Schriftbild. Leider konnte ich keine Mediävalziffern im Zeichensatz entdecken, ansonsten bin ich sehr begeistert. Ligaturen werden toll (Firefox) bis in Ordnung (OpenOffice) behandelt. Auch hier ist wieder das Versal-ẞ im Zeichensatz vorhanden. Rundum ist die Schriftart schön anzusehen und wird wohl zusammen mit Linux Biolinum meinen Standardschriftsatz in Naher Zukunft bilden.

URW Bookman L, URW Palladino L und Nimbus Roman No9 L

Diese Drei sind allesamt schöne und recht brauchbare Serifenschriften, wobei mir wohl einfach die Kompetenz fehlt um genauer auf die Unterschiede einzugehen.

Drei mal Monospace

Zum Schluss gibt es noch drei Monospaceschriften, wieder zwei Vertreter aus Bitstream Vera und Deja Vu, sowie eine aus der Nimbusfamilie.

Typischerweise laufen die Bitstreamschriften wieder sehr weit und verstehen sich ganz gut darin sehr grotesk und unmonospacig auszusehen. Diese Eigenart stört mich selbst bei der Arbeit in der Konsole, aber beim Programmieren finde ich es wieder recht angenehm einen natürlicheren Lesefluss zu haben.

Nimbus hat dieses geometrische, technischere Aussehen, mag in der Konsole aber trotzdem nicht wirklich gefallen. Sie wirkt unscharf und nicht optimiert. Um sie in der Textverarbeitung einzusetzen ist sie etwas zu schlacksig und passt nicht mal wirklich zu ihren Geschwistern in der Nimbusfamilie. Alleine benutzt ist sie jedoch schön schlank und platzsparend (wenn eine Monospaceschrift das jemals sein kann), und somit gut nutzbar für Merkzettel oder ähnliches.

Nimbus Mono in der Konsole

Und nochmal Monospace!

In dieser Sparte darf dann natürlich auch nicht Terminus als die Konsolenschrift fehlen. optimale Lesbarkeit und ein schönes Schriftbild sind toll umgesetzt und machen die Konsole noch benutzenswerter. Eine eindeutige Empfehlung.

Terminus in der Konsole

Soviel erst mal zu den Schriftarten an sich, weiter wird es gehen mit Fontmangement und dem einfacheren Setzen von typografisch besseren Zeichen (als man es von der Tastatur gewohnt ist). » Zu den Kommentaren »

geschrieben von dseemann am 05.09.09 – Kategorie: Arch Linux, Software – Tags: ,

Agave, GRuler und Gcolor2

Im Rahmen der Blogparade auf http://ubuntublog.ch möchte auch ich drei wahrscheinlich eher unbekannte Programme vorstellen. Gleich drei, weil es wirklich nur sehr kleine Programme sind und sie durchaus eine Sinneinheit ergeben.

Es handelt sich um Agave, Gcolor2 und GRuler, unter Ubuntu sowie Archlinux sind die ersten beiden in den Paketquellen unter den selben Namen aufzufinden, GRuler gibt es bei Arch im AUR, unter Ubuntu weiß ich es nicht.

Alle Programme sind für GTK-Oberflächen konzipiert worden, sollten aber auch auf Nicht-GTK-Oberflächen einwandfrei laufen. Ich selbst benutze Archlinux zusammen mit XFCE 4.6.1 (mittlerweile übrigens etwas zufriedener ;) ), zur Entwicklung benutze ich Geany. Vielleicht sind die Funktionen der drei Programme in größeren Umgebungen bereits abgedeckt, aber ich befolge hier einfach einen Teil der Linuxphilosophie „für jede Aufgabe ein Programm“.

Agave

Das Programm erzeugt Farbkombinationen, welche auf verschiedene Weise auswählbar sind:

Hierbei kann man Farben aus einem vorher angegebenen Farbpool auswählen lassen:

Die herausgesuchten Farben werden in ihrer Hexnotation, RGB und HSV angezeigt, es gibt verschiedene Möglichkeiten die Farben in Nuancen zu ändern (heller/dunkler; satter/weniger satt), ebenso ist eine exportierbare Favoritenliste vorhanden.

Agave

Besonders bei der Webseitengestaltung hat sich das Programm als nützlich erwiesen; man kann schnell gute Farbkombinationen finden und übernehmen, grundsätzlich ist es auch als erste Inspirationsquelle gut geeignet.

GRulerGRuler

Hierbei handelt es sich um ein Bildschirmlineal. Man kann es auf die Einheiten

einstellen, rotieren und die Länge verändern. Besonders für Webseitengestaltung und Bildbearbeitung finde ich dieses Werkzeug besonders hilfreich, um Abstände schnell nachzumessen und zu überprüfen ob sich Objekte wirklich auf der selben oder richtigen Höhe befinden. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, kommt GRuler komplett ohne Fensterdekoration oder vergleichbares aus, es ist eben wirklich nur ein Lineal. Die „immer zuoberst“ Funktion kann trotzdem über das Menü (am linken Ende; erst sichtbar, wenn die Maus darüber liegt) von GRuler angewählt werden.

Gcolor2

Der GTK-Farbauswahldialog als eigenständiges Programm, inklusive Colorpicker und Favoritenliste. Dies ist quasi nochmal eine schlankere Variante von Agave, aber bei mir ständig in Benutzung um schnell eine Farbe zu finden oder eine schöne gesehene zu speichern.

Gcolor2

Zum Schluss…

…hoffe ich dem Einen oder Anderen mit diesem Beitrag geholfen zu haben und bedanke mich fürs Lesen.

geschrieben von dseemann am 26.08.09 – Kategorie: Arch Linux, Software – Tags: , , ,

WordPress treibt mich in den Wahnsinn

Ich habe wirklich viele Blogsysteme und CMS ausprobiert, bevor ich diesen Blog aufgesetzt habe.

Immer hat mich irgend etwas gestört, WordPress kam aber noch am besten weg. Aber die Trägheit des Backends, der blöde Editor, die ständige Suche nach Plugins, die unkomfortable Templating Engine… Das macht alles keinen Spaß.

Deswegen habe ich jetzt angefangen selbst etwas zu entwickeln, was genau auf meine Ansprüche zugeschnitten ist. Textile, eine einfache Templating Engine (vLIB) und das KISS-Prinzip sollen zunächst die Grundpfeiler des Konzepts sein, Komfortfunktionen wie Trackback, Kommentare, Multilingualität und ein Medienmanager dürfen dabei nicht fehlen. Das Frontend ist schon fast fertig, die meisten Basisfunktionen eingebunden, das Backend in Arbeit. Mal schauen, ob und wann ich damit produktiv werden kann. » Zu den Kommentaren »

geschrieben von dseemann am 18.07.09 – Kategorie: Arch Linux, Software – Tags: , , , ,
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