FlexSDK mit Netbeans unter Linux

flex4 logoSeit diesem Semester beschäftige ich mich, bedingt durch die FH, mit Adobe Flex. Für dieses Framework existiert eine Entwicklungsumgebung, welche kostenpflichtig als alleinstehende Software oder als Eclipse-Plugin bezogen werden kann. Das SDK selbst jedoch ist Open Source und kann somit frei benutzt werden (Liegt im AUR unter dem Namen “flex-sdk” vor).

Fehlt also nur noch eine IDE, mit der man das bequem nutzen kann, und hier kommt Netbeans auf den Plan. Netbeans erschien gerade erst in der Version 6.9, dazu gibt es ein Flex-Plugin namens flexbean. Leider ist flexbean noch nicht wirklich auf dem aktuellsten Stand, zur Zeit noch für Netbeans 6.5 entwickelt, zumindest mit Netbeans 6.8 funktioniert es dennoch recht gut.

Hat man das flexbean-Paket runtergeladen und als Plugin unter Netbeans installiert, muss man dem Plugin noch mitteilen, wo die SDK liegt. Dies ist etwas versteckt unter Tools»Flex Platforms. Dort fügt man eine Plattform hinzu, indem man den Pfad zur SDK-Installation angibt (»/opt/flex-sdk«).

Flex4 SDK auswählen

Nun kann man ein neues Projekt erstellen und mit dem Programmieren loslegen, und siehe da, es funktioniert! Manchmal bricht das Kompilieren mit einem Fehler ab, obwohl Keiner vorliegt, dann reicht es, den Vorgang nochmal zu starten und es sollte klappen. Auch dauert das Kompilieren gefühlt eine ganze Weile länger als unter Windows. Aber immerhin kommt brauchbare Software raus.

Flex Projekt

Die fertige Datei hab ich hier nochmal hochgeladen, und hier noch der Code aus dem Beispiel:

<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<mx:Application xmlns:fx="http://ns.adobe.com/mxml/2009" xmlns:mx="library://ns.adobe.com/flex/mx" minWidth="800" minHeight="480">

 <mx:Label text="Ein Formular" x="80" y="34" />
 <mx:Form x="80" y="53">

 <mx:FormItem label="DateChooser1:">

 <mx:DateChooser id="dt1"/>

 </mx:FormItem>

 <mx:FormItem label="DateChooser2:">

 <mx:DateChooser id="dt2"/>

 </mx:FormItem>

 <mx:FormItem>

 <mx:Button id="submitButton"
 label="Absenden"/>

 </mx:FormItem>

 </mx:Form>
</mx:Application>

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geschrieben von dseemann am 16.06.10 – Kategorie: Arch Linux, Medien, Software – Tags: , , ,

OpenTTD wird erwachsen

OpenTTD ist seit langem schon eines meiner Lieblingsspiele. Das eigentlich recht simple Spielprinzip lässt sich recht stark erweitern, die Pixelgrafik ist zwar nicht jedermanns Sache, ich finde sie jedoch großartig. Dazu läuft die Software noch auf ungefähr jedem System (Linux, Windows, OSX, OS/2, Symbian und ungefähr jeder Toaster), vom Mehrspielermodus gar nicht erst zu reden.

Bis vor kurzem hatte die ganze Sache noch einen mehr als großen Haken: Zum Spielen brauchte man Daten von Transport Tycoon, die Installation war mit ein wenig Fummelei verbunden. Man konnte zwar mit Ersatzgrafiken und ohne Ton spielen, aber die Installation war immer noch umständlich. Bis vor kurzem eben, denn die 1.0 stable rückt näher. Wer die testing-Version (RC 1) benutzen möchte kommt auch jetzt von in den Genuss. OpenTTD liegt in den Quellen vor(»openttd«), danach muss noch »openttd-opengfx« und »openttd-opensfx« installiert werden, und schon kann es losgehen. Heute Nacht kam der RC 2 raus, welcher als Standalone-Programm über die Internetseite von OpenTTD bezogen werden kann.

Edit: Paketnamen verbessert

Update: OpenTTD 1.0 ist erschienen!

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geschrieben von dseemann am 05.03.10 – Kategorie: Arch Linux, Software – Tags: , , , , ,

Zwei Jahre Lunix: Persönliches Résumé

Ich gebe zu hier etwas geschummelt zu haben, es sind ungefähr 26 Monate, also schon deutlich über zwei Jahre. Aber was solls, jetzt ist ein guter Zeitpunkt um mal einen gedanklichen Strich zu ziehen.

Angefangen hat es im März 2007 mit Ubuntu 6.10, kurz danach kam schon 7.04. Zunächst aus ganz weltlichen Gründen, ich wollte nämlich anfangen ausschließlich legale Software zu nutzen, und hier auf unterster Ebene anfangen. Wenn man anfängt etwas professioneller zu machen und vielleicht irgendwann mal Geld damit verdienen möchte, ist es gut wenn man nicht erstmal ein paar hundert Euro in Windows und eventuell noch 1700$ in eine Adobe Suite investieren muss, um eine vernünftige Grundlage zu haben. Neugierde spielte wohl auch noch zu einem gewissen Teil mit.

Seit Anfang dieses Jahres ist ausschließlich Arch Linux im Einsatz. Zum einen gefällt mir das Konzept ganz gut, zum anderen steht kein einzelnes Unternehmen hinter der Distribution, was mir doch recht wichtig ist. Wenn frei, dann richtig, dazu brauche ich keinen Daddy (I’m the Daddy). Nach wie vor ist Ubuntu trotzdem eine tolle Distribution die ich Einsteigern empfehle.

Mit der Zeit wurde aus den praktischen Gründen auch eine Art Lebensstil oder Lebensphilosophie. Damit meine ich nicht mit Pickeln, fettigem Haar und Klettverschlussschuhen im Keller zu hocken und Colonel Kernel Update mit dem Abakus zu kompilieren, sondern die “nicht nur Freibier, sondern so wie in Freiheit”-Art. Nicht nur Applekinder dürfen einen coolen Lifestyle haben. Dabei geht es nicht darum alles kostenlos haben zu können, sondern in jedem Aspekt so frei wie möglich sein zu können, was ja nicht selbstverständlich ist, wenn man auf die aktuelle Situation blickt.

Doch wie gestaltet sich das Leben mit Lunix im Alltag? Während der restlichen Schulzeit gab es eigentlich nie ein Problem, da waren Officedokumente ja das höchste der Gefühle und in der Schule hat man ja auch (zum Glück) nicht so viel mit Computern zu tun. Angefangen haben die Probleme letzten Herbst mit dem Beginn des Studiums der Medieninformatik. Es geht ja das Gerücht um, dass Informatiker grundsätzlich etwas Linuxaffiner sind, als andere Leute. Was meinen Studiengang angeht: weit gefehlt. Ein paar Höhepunkte gefällig?

Wie man sieht, eigentlich keine großen Probleme, bis jetzt gab es keine großen Probleme, aber man hat doch immer ein paar Hürden im Alltag wo einfach keine sein müssten.

Ich konnte dabei zusehen, wie ein System immer reifer und erwachsener wurde und wird. Der Stand war schon Anfang 2007 toll, jetzt ist er um noch einiges toller. Zugegeben, manchmal schiele ich schon zu Windows rüber (und nochmal zugegeben: die Oberfläche von Windows 7 finde ich sogar ganz schick… Vielleicht sollte ich mir mal KDE ansehen), weil manche Dinge einfach problemloser gehen, aber dann fällt mir wieder ein was ich tolles dafür bekomme:

Die Freiheit!

Und deswegen machen wir hier auch mit einem Zitat von Earl Hickey zu:

Alex: Earl, karma is a very complex Buddhist principle. It’s the totality of a person’s actions which determines the fate of the next stage of their existence.
Earl: Do good things and good things happen. Do bad things and bad things happen.
Alex: Yeah, I actually like your definition better.

PS: Ja, eigentlich heißt es Resümee, aber mal unter uns Dichtern: Das geht mal überhaupt nicht. » Zu den Kommentaren »

geschrieben von dseemann am 23.05.09 – Kategorie: Arch Linux, Software – Tags:
      
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