Dudel #11
Dudel-Nudel.
Dudel-Nudel.
Musik illegal runterzuladen ist böse, böse, böse und ich kenne niemanden der das jemals irgendwann gemacht hat.
Zur Zeit bin ich fleißig dabei Musik-CDs und wenn möglich Vinyls (das sind Schallplatten) in meine kleine Wohnung zu stellen. Zum einen weil ich guten Künstlern gerne etwas dafür gebe, dass sie das tun was sie tun (wie viel am Ende bei ihnen ankommt ist ein anderes paar Schuhe), zum anderen weil ich den Vorgang des Einlegens und Anhörens gerne habe, und das mit selbst gebrannten CDs nicht so gut funktioniert. Deshalb lade ich auch keine Alben aus den diversen Läden im Internet runter. Für einzelne Lieder ist das Angebot jedoch ganz fair und praktisch.
Davon ausgehend, dass Amazon.de mir den durchschnittlich niedrigsten Preis für CDs bietet, habe ich mir einen Warenkorb aus drei internationalen Alben aus den MTV Album Top 50 Charts Kalenderwoche 13 herausgesucht (ohne Wertung vom ersten Platz abwärts ausgehend, leider kein Permalink auffindbar):
Interessanterweise sind doch recht viele deutschsprachige Alben in den Charts unterwegs. Aber zum Thema:
Wenn man sich diese drei Alben auf Amazon.de zusammenklickt, kommt man auf eine Summe von 45,88€, wie ich finde eine ganz schöne Stange Geld für nicht mal 3 Stunden Musik.
Machen wir das selbe nochmal auf der britischen Version, Amazon.co.uk. Huch! Der selbe Warenkorb kostet plötzlich nur noch 30,80€ inklusive Versand! Erfahrungsgemäß klopft der Postbote nach zwei Tagen an meinem Fenster und überreicht mir meine Bestellung. Für die 15€ lasse ich mir doch direkt noch eine CD bei Amazon.de raus ;) . Bis jetzt war es für mich immer von Vorteil meine Musik aus England kommen zu lassen.
Dieses »Phänomen« lässt sich auch bei Filmen und Serien beobachten, wenn man nicht vor dem Fehlen einer deutschen Tonspur, zumindest in den meisten Fällen, zurückschreckt.
Liebe Musikindustrie in Deutschland, ich kaufe meine Musik, aber nicht bei dir. Deine Preise sind mir zu hoch, wobei es mir in dem Fall erst mal egal ist wie sie sich zusammensetzen, solange keine Babykätzchen ertränkt werden, um sie zu drücken. Liebe DVD-Veröffentlicher, ich zahle keine 10€ um mir einen Film in mein Regal zu stellen, nachdem ich ihn einmal gesehen habe.
Das sind nun alles keine neuen Erkenntnisse, aber irgendwann musste das mal raus. Eben war es soweit. » Zu den Kommentaren »
OpenTTD ist seit langem schon eines meiner Lieblingsspiele. Das eigentlich recht simple Spielprinzip lässt sich recht stark erweitern, die Pixelgrafik ist zwar nicht jedermanns Sache, ich finde sie jedoch großartig. Dazu läuft die Software noch auf ungefähr jedem System (Linux, Windows, OSX, OS/2, Symbian und ungefähr jeder Toaster), vom Mehrspielermodus gar nicht erst zu reden.

Bis vor kurzem hatte die ganze Sache noch einen mehr als großen Haken: Zum Spielen brauchte man Daten von Transport Tycoon, die Installation war mit ein wenig Fummelei verbunden. Man konnte zwar mit Ersatzgrafiken und ohne Ton spielen, aber die Installation war immer noch umständlich. Bis vor kurzem eben, denn die 1.0 stable rückt näher. Wer die testing-Version (RC 1) benutzen möchte kommt auch jetzt von in den Genuss. OpenTTD liegt in den Quellen vor(»openttd«), danach muss noch »openttd-opengfx« und »openttd-opensfx« installiert werden, und schon kann es losgehen. Heute Nacht kam der RC 2 raus, welcher als Standalone-Programm über die Internetseite von OpenTTD bezogen werden kann.
Edit: Paketnamen verbessert
Update: OpenTTD 1.0 ist erschienen!
Momentan befinde ich mich auf einer kleinen Reise und habe doch tatsächlich komplett vergessen Musik mitzunehmen. Ein paar Alben befinden sich auf dem Mobiltelefon, damit kommt man nicht weit…
Um der Situation etwas Gutes abzugewinnen entschloss ich mich zu einem Experiment: Wie gut komme ich damit zurecht nur legal und kostenlos heruntergeladene Musik zu hören. Keine CD-Rips, keine Downloads von Amazon, kein »schau dir das mal an«.
Natürlich ist das kein Dauerzustand, aber ich kann auch mal eine Zeit lang auf meine gewohnte Musik verzichten. Wenn ich alleine bin läuft quasi immer Musik im Hintergrund, kein Radio, sondern Musik die ich mir explizit herausgesucht und für gut befunden habe. Dass man, wenn man viel Musik hört, nicht nur Lieblingslieder in der Bibliothek haben kann ist klar.
Kostenlose Musik zu finden ist nicht das Problem, sie gut zu finden ist doch etwas komplizierter. Viele Künstler sind recht durchschnittlich (das Internet bietet eben eine Plattform für alle), viele machen Musik die mir einfach überhaupt nicht auffällt, und die Meisten treffen den persönlichen Geschmack nicht.
Genug geredet, die komplette Bibliothek in Rhythmbox freigeräumt, wir stehen vor einer lange nicht dagewesenen Leere. Ein paar Interpreten, die in das Raster meiner Spielregeln fallen habe ich schon vorher in meiner Wiedergabeliste gehabt, grasen wir die erstmal wieder ab.
Die ersten Klicks gehen also zu Jamendo (funktioniert eigentlich bei irgend jemanden das Rhythmbox-Plugin, überhaupt?). Eine riesige Fülle an Musik, für den Privatgebrauch in jedem Fall immer komplett kostenlos.
Im letzten Frühsommer habe ich dort einen tollen Interpreten gefunden, Blancheneige (Klezmer-World-Jazz), jetzt habe ich nach einiger Recherche noch Les gosses de la rue (Jazz-Manouche-Swing) für mich entdeckt.
Die Sortierung auf der Seite macht es schwer die Perlen zu finden, man kann sich eigentlich nur über Tag-clouds, Empfehlungen und den Charts orientieren. Es gibt eine Radiofunktion, auf den ersten Blick offenbaren sich nur ein paar Genres, aber es gibt wohl noch mehr…
Neben den beiden Jazzkünstlern habe ich noch churst (Dubstep) und Nybraz (Big Beat) entdeckt. Unter dem Strich findet man dort viel viel viel Musik, aber nach meinem Empfinden ist das Meiste sehr durchschnittlich (besonders im Elektrobereich), alles ist etwas unübersichtlich. Man kann dort geniale Musik finden, muss sich jedoch viel Zeit nehmen. Letztendlich dennoch ein uneingeschränkt zu empfehlendes Angebot mit dem sich jeder Musikinteressierte mal auseinandersetzen sollte.
Die zweite Anlaufstelle ist Last.fm. Seit März 2008 füttere ich die Seite mit Musik, die mir gefällt. Im Gegenzug bekommt man Empfehlungen, was einem sonst noch gefallen könnte. Wenn man diese aufmerksam verfolgt, dann ist ab und zu ein Interpret dabei, der Seine Musik gratis anbietet. Das war bei mir genau einmal der Fall, bei den Gammablitzboys, die ihr komplettes Album früher kostenlos zur Verfügung gestellt haben, was heute leider nicht mehr der Fall ist.
Eine tolle Funktion vom Last.fm ist ein persönlicher RSS-Feed mit kostenlosen Downloads. Dieser ist etwas versteckt (ganz unten rechts bei »Mehr / kostenlose Downloads«), aber kaum gefunden lässt er sich einfach über den Feedreader oder Podcatcher abonnieren und man bekommt in regelmäßigen Abständen neue Musik auf die Platte. Oftmals sind sogar bekannte und populäre Stücke (zumeist als Remix) dabei, oft auch Lieder die man so vielleicht nie angehört hätte. Dieser Feed ist also eine dringende Empfehlung ;).
Freunde elektronischer Musik haben noch die Möglichkeit die Podcasts von einigen Künstlern und Labels zu abonnieren. Oftmals sind bekannte und sonst nur käuflich zu erwerbende Musikstücke enthalten, die Sets haben oft eine Länge von über einer Stunde und sind meist Livemitschnitte, sind oft aber auch extra für den Podcast produziert worden. Als sehr produktiv erweist sich hier John B mit einer manchmal etwas wirren Electro/Drum’n'Bass-Mischung und ganz vielen Trashelementen. Ganz frisch mit erst einer Ausgabe ist der Neosignal-Podcast (Neurofunk/Drum’n'Bass).
Grundsätzlich sollte man sich immer aufmerksam durch das Netz bewegen. Immer wieder stolpert man über Empfehlungen, denen man nachgehen kann. Viele Indie und Folk-Künstler kann man durch die Beiträge vom Spreeblick entdecken, letztens erst The Great Park (Folk). Regelmäßige Besuche bei rhymetorrents.org (Nerdcore) und speziell MC Frontalot (erst recht Nerdcore) lohnen sich auch. Letztendlich kann man nicht alle Quellen auflisten, das Internet ist ja quasi unendlich.
Nach längerer Recherche habe ich etwa 100 Titel mit einer Gesamtlaufzeit von etwa 10 Stunden gefunden, die mir recht gut gefallen. Gerade in der Anfangszeit hört man also viele Lieder öfters, was mich immer wieder bewegt auf Internetradio umzuschalten. Es gibt viele tolle Interpreten im Netz, die ihre Musik kostenlos hergeben (Danke!), aber letztendlich möchte ich nicht auf »kommerzielle« Musik verzichten. Die Mischung macht es eben aus.
Wenn jemand noch einen tollen Künstler oder eine unverzichtbare Quellen hat, immer her damit! Besonders im Bereich Swing und Big Band bin ich noch auf der Suche. » Zu den Kommentaren »
Text to speech mit freier oder kostenloser Software ist anscheinend immer noch ein etwas düsteres Thema. Vor kurzem habe ich mich damit ein wenig beschäftigt und bin zu einigen Ergebnissen gekommen. Meine Anforderungen waren dabei, dass die Software komplett über Konsole bedienbar sein, aber mir nicht Bildschirminhalte vorlesen können muss.
Grundsätzlich benötigt man nur das Programm »espeak« (aufzufinden im community-Repository) um Text in Sprache umzuwandeln. Die Syntax ist dabei relativ einfach.
espeak -v [Sprache] “Auszugebender Text”
Die zur Verfügung stehenden Sprachen kann man unter /usr/share/espeak-data/voices finden, mit dem Parameter -f kann man espeak auch direkt mit einer Datei füttern. Weitere Parameter lassen sich der Hilfeseite entnehmen.
Das Problem bei espeak ist, dass die zur Verfügung stehenden Sprachen von nicht allzu guter Qualität sind. An dieser Stelle kommt mbrola ins Spiel.
Mbrola ist ein Programm, welches phonetische Anweisungen in Sprache übersetzen kann. Dies geschieht mit einigen Stimmen relativ gut. Leider kann mbrola nicht direkt mit Text umgehen, dafür kann espeak Text in phonetische Anweisungen übersetzen. Es liegt nahe die beiden Programme aneinander zu binden.
Das Programm liegt unter dem Namen »mbrola« im AUR vor. Dieses, sowie die benötigten Stimmen wie »mbrola-voices-de2« müssen zur Benutzung installiert werden. Achtung 64bit-Nutzer! Im packagebuild muss manuell die Prozessorarchitektur eingetragen werden, was vom Maintainer noch nicht getan wurde. Die Pakete funktionieren dennoch einwandfrei. Leider ist mbrola auch nicht Open-Source, sondern nur Freeware.
Jetzt können wir mbrola mit espeak verbinden, das Ganze wird als *.wav gespeichert, oder wie hier im Beispiel direkt mit aplay abgespielt und wieder gelöscht:
espeak -v mb-de5 “Auszugebender Satz” | mbrola -e /usr/share/mbrola/de5/de5 – /tmp/mbrola.wav; aplay -q /tmp/mbrola.wav; rm /tmp/mbrola.wav
Espeak verwendet hierfür besondere »Stimmen«, welche man im Ordner /usr/share/espeak-data/voices/mb finden kann. Leider gibt es nicht für jede mbrola-Stimme auch eine Datei, ebenso wie es nicht für jede espeak-Stimme im AUR eine eine mbrola-Stimme gibt. Die beste Erfahrung habe ich mit »de5« gemacht. Insgesamt klingt es etwas holprig, aber im Ganzen nicht mal schlecht.
Die Qualität kann zusätzlich noch verbessert werden, indem man in espeak die Abspielgeschwindigkeit etwas runterdreht (»-s 140«).
Weil es für die reine Ausgabe zu kompliziert ist. Soweit ich es verstanden habe, muss festival für die deutsche Sprachausgabe speziell gepatcht werden und ist etwas kompliziert zu behandeln.
txt2pho liegt nur im AUR vor und hat sich von mir nicht ohne weiteres auf 64bit kompilieren lassen. Wie gesagt, espeak ist für meine Anforderungen zunächst ausreichend.
Im nächsten Schritt versuche ich, dem Computer durch Spracheingabe rudimentär bedienbar zu machen (»Voice Recognition«). Das soll wieder über die Konsole ablaufen und möglichst unkompliziert sein. Mein Ziel ist es lediglich, dass der Computer vordefinierte Befehle aufnehmen und umsetzen kann. Wenn mehr möglich ist, ist das natürlich auch sehr schön. Dazu habe ich bereits die Software »julius« gefunden, was auch über das AUR bezogen werden kann. Die Bedienung scheint jedoch nicht sonderlich trivial zu sein. Hat sich damit vielleicht schon mal jemand auseinandergesetzt?
Des weiteren existiert auch das viel versprechende Projekt »Simon«, was aber mit qt4-Oberfläche und einer nicht unerheblichen Komplexität nichts für meinen Anwendungsfall ist.
Ich würde mich sehr über Anregungen und Meinungen von euch freuen, vielleicht können wir ja mit gemeinsamen Wissen sogar das in dieser Beziehung etwas traurig aussehende Wiki etwas aufpolieren… » Zu den Kommentaren »
Und wiedereinmal erblickt eine neue Internetseite das Licht der Welt:
Dort gibt es äußerst subjektive Besprechungen zu alten, älteren und neuen Filmen, was jede Menge Spaß verspricht. Reinschauen sollte sich also auf jeden Fall mal lohnen!
(Davon mal abgesehen bin ich für die technische Umsetzung verantwortlich, mal so ganze ohne Eigenwerbung ;))